Makro-Viren:
Bei Makros handelt es sich um kleine Programme oder Teile von Programmen, die dazu dienen, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren, zum Beispiel in Programmen zur Verarbeitung von Texten, Tabellenkalkulation oder Datenbanken.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Datei-Viren infizieren Makroviren keine ausführbaren Programme sondern übertragen ihren Code mittels einer Makrosprache in andere Dokumente oder Daten-banken. Makroviren sind betriebs-systemunabhängig, sie benötigen jedoch ein bestimmtes Anwender-programm, um sich zu vermehren und um ihre Schadensfunktionen durchzuführen.
Entscheidend für die Verbreitung von Makro-Viren ist die Tatsache, dass die Makros direkt im Dokument gespeichert sind. |
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Datei-Viren:
Bei Datei-Viren handelt es sich um infizierte Dateien eines Anwendungsprogrammes. Wird die mit dem Virus befallene Datei gestartet, pflanzt sich der Schädling selbstständig fort, indem er weitere Dateien infiziert.
Dies geschieht zum Beispiel dadurch, dass der Virus seinen eigenen Programmcode an das Ende einer ausführbaren Datei anhängt und am Anfang dieser Datei einen Zeiger auf diesen Programmteil setzt. Dadurch wird beim Start der infizierten Datei zuerst der Code des Virus ausgeführt. Der Virus erlangt nun die Kontrolle über den Rechner. Anschließend erfolgt ein Rücksprung zu der Stelle, an der der Programmablauf ursprünglich unterbrochen wurde und die eigentlichen Aufgaben der Datei werden durchgeführt. Die minimale Verzögerung im Programmablauf wird dabei kaum wahrgenommen. |
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Boot-Viren:
Bootviren besitzen die Eigenschaft, sich im Bootbereich eines Datenträgers festzusetzen, und dann beim Starten des Computers in den Arbeitsspeicher gelesen zu werden. Wenn nun das Betriebssystem geladen wird, wird der Virus automatisch mitgeladen. Auf diese Weise erlangt der Virus die Kontrolle über den Rechner. |